Jelly

Heute Morgen habe ich mich in eine App verliebt, dir mir eigentlich nur bei einer Sache helfen sollte. Jetzt komme ich von ihr nicht mehr los – und dabei ist es mal wieder keine Spiele-App- Aber „Jelly“ ist einfach zu gut als dass ich sie euch vorenthalten könnte.

0Und das ist „Jelly“: Irgendwie ist „Jelly“ so eine Art „gutefrage.net“ – nur in schönerer Darstellung und für mobile Endgerät konzipiert. Aber worum geht’s genau bei dieser App, die vom Twitter-Mitbegründer google_buttoBiz Stone stammt? Wer bei irgendeiner Frage nicht weiterkommt oder die Hilfe seiner Freunde (oder der ganzen Community) benötigt, ist bei „Jelly“ genau richtig. Man kann einfach das, was man 1wissen will, posten und alle um Rat fragen. Ganz wichtig: Ohne Log-in über Facebook oder Twitter funktioniert die App nicht. Ein Beispiel: Man steht in einem Schuhladen und ist sich nicht sicher, ob man Paar A oder Paar B kaufen soll. Einfach Foto schießen, bei „Jelly“ hochladen und die Antworten abwarten. Eigentlich total überflüssig und es gibt auch bessere Fragen. Wer beispielsweise einen Gedankenaustausch bei politischen Themen anregen will, postet einfach eine Frage oder einen Nachrichtenartikel und wartet einfach ab, was die anderen antworten. Wer zum ersten Mal in einer 2fremden Stadt ist, kann die Community nach Highlights und In-Locations fragen. Man wird überrascht sein, wie viele Menschen darauf antworten, wenn man fragt, wo man in Manhattan am besten ausgehen kann, wenn man an der Ecke 6th Ave/43E steht. Natürlich kann man bei Foto bestimmte Bereiche des Fotos markieren, um auf Details aufmerksam zu machen (man kann sie zurechtschneiden und um Links auf beliebige URLs ergänzen).

Natürlich kann man nicht nur selbst Fragen stellen, sondern auch möglichst viele beantworten. „Drei Menschen wollen deine Hilfe“, sagt mir meine App gerade und ich schau mal, wem ich helfen kann. Das sind aktuell nicht viele, weil offensichtlich noch nicht viele Berliner diese App nutzen.

Ein Manko der App ist der Datenschutz, denn die App behält sich vor, alle eingestellten Inhalte ungefragt und ohne Gegenleistung weiterzuverarbeiten. Und die ganzen Daten, die man freigibt, will die App auch dann noch behalten, wenn man die App bereits von seinem Smartphone gelöscht hat. Zudem kann man die Ortungsdienste nicht deaktievieren – das ist echt strange.

Fazit: Wer sich auf diese Datenschutzbestimmungen einlassen kann, wird bei dieser App eine Menge Spaß haben, denn auch wenn man keine Frage stellt, unterhalten die Fragen anderer User ungemein. Auf was die Menschen auch so alles kommen?! Unglaublich.

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