Last Asylum Plague von 37 Games Global bedeutet für euch: einen Arzt. Ein Zufluchtsort. Eine letzte Chance. So lautet das Versprechen des Spiels, eines Mobile-Strategie-Spiels, das derzeit auf iOS und Android Hunderttausende von Spielern anzieht. Die App verzeichnet über eine Million Downloads. Was steckt hinter diesem Erfolg – und was sind die Schattenseiten?
Das Inhaltsverzeichnis
Last Asylum Plague versetzt einen in eine verwüstete Welt, in der eine mysteriöse Seuche die moderne Zivilisation zerstört hat. Städte, die einst blühten, sind nun stille Ruinen. Transportnetzwerke sind zusammengebrochen, Regierungen verschwunden, und nur wenige Überlebende bevölkern noch das Land.
Ein Hinweis vorab: Die fehlende Anleitung stört viele Spieler: Die Entwickler von Last Asylum Plague haben kein Handbuch beigefügt, sodass man keine Ahnung hat, was Allianzen, Befestigungen und besondere Events bedeuten oder welche Regeln dort gelten.
Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle eines Pestarztes, der den letzten funktionierenden Zufluchtsort – ein Sanatorium – verwaltet. Menschen kommen täglich ans Tor, krank und verzweifelt. Es liegt an einem, neue Stationen zu bauen, Kräutermedizin herzustellen und begrenzte Vorräte wie Holz, Nahrung und Kräuter zu verwalten.
Die Atmosphäre ist düster-mittelalterlich, der ikonische Pestdoktor mit seiner charakteristischen Schnabelmaske gibt dem Ganzen eine unverwechselbare Ästhetik.
Das Gameplay von Last Asylum Plague bietet euch viele Schichten und ein Ziel
Das Spiel ist kein einfaches Aufbauspiel. Es kombiniert Asyl-Management, Tower Defense und taktische Trupps in einem einzigen Überlebens-Loop. Das klingt komplex – und ist es auch.

- Krankenhaus-Management: Stationen müssen verwaltet werden, um eintreffende Patienten zu behandeln, während Betten, Personal und Vorräte im Gleichgewicht gehalten werden. Man stellt Kräuterheilmittel her und legt Behandlungsprioritäten fest, während die Infektionszahlen steigen.
- Tower Defense: Dann kommen die Ratten. Der Rattenschwarm drängt das Spiel in einen Verteidigungsmodus, in dem Türme errichtet, Helden rekrutiert und aufgewertet werden müssen, um die Stellung zu halten und den Rattenkönig zu besiegen. Diese Phasen sind intensiv und verlangen vorausschauende Platzierung.
- Ressourcensammlung und Aufbau: Es gibt nie genug Holz, Kräuter oder Nahrung, weshalb das Entsenden von Überlebenden zum Sammeln von Ressourcen und Sichern von Außenposten zum täglichen Grind gehört. Produktionsstandorte versorgen das Sanatorium, Lager verhindern, dass Ressourcen ihr Maximum erreichen, und bessere Unterkünfte halten die Bevölkerung stabil.
- Taktische Erkundung: Elite-Trupps von Helden werden ausgesandt, um seuchengeplagte Städte zurückzuerobern. Dabei kommt es auf die richtige Zusammenstellung der Helden an, um Gegner auf dem Schlachtfeld zu überlisten und die Kontrolle über wichtige Städte zu gewinnen.
Außerdem verfügt das Spiel über Idle-Mechaniken
Gebäude produzieren automatisch Ressourcen, sodass das Sanatorium auch dann wächst, wenn man nicht aktiv spielt. Das macht es angenehm für Gelegenheitsspieler, die sich nur gelegentlich einloggen wollen.
Stärken: Atmosphäre und Vielseitigkeit
Was Last Asylum Plague von ähnlichen Mobile-Titeln abhebt, ist die thematische Frische. Während der Markt von Zombie-Überlebensspielen übersättigt ist, setzt dieses Spiel auf Seuchen-Mittelalter-Flair – eine willkommene Abwechslung. Das Spiel bounced zwischen Fürsorge, Krise und Wiederaufbau hin und her, ohne dabei klebrig oder schleppend zu wirken.

Die Charaktere haben Dialogzeilen, was die Spielwelt lebendiger wirken lässt. Ein Nutzer lobt: Das Spiel sei sehr süchtig machend und mache viel Spaß – ohne Werbung und mit Dialogen, die es immersiver machen.
Schwächen: Das Pay-to-Win-Problem
Hier wird es kritisch. Wie so viele Free-to-Play-Mobile-Spiele leidet Last Asylum Plague an einem bekannten Übel: dem Monetarisierungsmodell.
Es ist meiner Meinung nach kein echtes Einzelspieler-Spiel – mit PvP-Elementen und einem erzwungenen Dringlichkeitsgefühl durch zeitlich begrenzte Quests, viel zu vielen Bestandteilen und Zeitschranken beim Upgraden von Gebäuden.
Besonders hart trifft es jene, die kein Geld ausgeben wollen. Das schlimmste Pay-to-Win, das man je gesehen habe – man erreiche ein neues VIP-Level und müsse dann Edelsteine ausgeben, um zeitlich begrenzte VIP-Boni zu aktivieren. Wer kein Geld investiert, riskiert, im Rangkampf abgehängt zu werden.
Die Links zum Spiel
Fazit: Last Asylum Plague ist ein ambitioniertes Mobile-Spiel, das mehrere Genres unter einem stimmigen Thema vereint. Die Mischung aus Krankenhaus-Management, Verteidigung und Erkundung funktioniert gut und bietet genug Abwechslung, um langfristig zu unterhalten. Die düstere Pestwelt ist optisch und atmosphärisch gelungen.
Wer jedoch hofft, das Spiel vollständig und kostenlos zu genießen, wird früher oder später an Mauern stoßen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Als Gelegenheitsspiel zum gelegentlichen Einloggen taugt es gut. Als Hardcore-Strategieerlebnis für Puristen oder als faires Free-to-Play-Angebot ist es weniger überzeugend. Wer das im Hinterkopf behält, kann mit Last Asylum Plague aber durchaus seinen Spaß haben.