So werdet ihr in euren Lieblings-Games fitter als alle anderen

Warum spielt man Games? Klar, weil sie Spaß bringen und die Zeit angenehm kurzweilig machen. Aber sind wir doch mal ehrlich: Wohl kaum einer startet ein Spiel, weil er nicht auch weiterkommen oder gewinnen will – egal ob das Spiel selbst oder einzelne Quests. 

Damit das jedoch kein simples Durchmarschieren wird, setzen viele Spiele auf eine Lernkurve. Das heißt, das Game Design ist so konzipiert, dass es für Spieler sämtlicher Erfahrungsstufen immer spannend und herausfordernd bleibt und sich möglichst niemand an keinem Punkt über- oder unterfordert fühlt. Eine gleichbleibend gute Mischung des Schwierigkeitsgrades. 

Allerdings mag die Lernkurve eines Spiels zwar durch die Designer vorgegeben werden. Wie schnell man sie jedoch beschreiten kann, ist von Gamer zu Gamer unterschiedlich. Vielleicht kennt ja auch Ihr Menschen, die nach wenigen Tagen schon die halbe Villa bei Merge Mansion renoviert haben, wo Ihr selbst vielleicht gerade erst die Einführung hinter euch gebracht und die ersten Rätsel gelöst und Gegenstände gefunden habt. 

Natürlich können solche Unterschiede ein bisschen Frust erzeugen. Schließlich steckt in den meisten von uns wenigstens ein wenig Wettkampfdenken und Siegeswille. Und obwohl natürlich immer gilt, dass Übung den Meister macht, so gilt das doch nicht ausschließlich. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Dinge, die ihr tun könnt, um in euren Lieblingsspielen besser als die anderen Gamer zu werden. Wir zeigen euch jetzt, sechs Dinge, die ihr dafür tun könnt. 

Sucht euch „euer“ Spiel gründlich aus

Der erste Schritt, um zu einem wirklich guten Gamer zu werden, fängt bei etwas wirklich Grundsätzlichem an, dem Spiel selbst. Hier muss euch klar sein, dass es definitiv einen Unterschied gibt:

  • Ein Spiel, das ihr aus irgendwelchen Gründen gerne spielt
    Oder
  • Ein Spiel, das euch wirklich angesichts eurer Fähigkeiten gut liegt

Das mag manchem nach keinem sichtlichen Unterschied aussehen, ist es aber in der Tat. Einmal angenommen, ihr spielt gern Rätselspiele, weil sie euch einige „harte Nüsse“ zum Knacken geben. Gleichzeitig seid ihr aber nicht gerade fix darin, Rätsel schnell zu lösen. Dann wäre das ein Spiel aus der erstgenannten Kategorie.

Das heißt, die Basis, damit ihr in eurem Spiel wirklich gut werdet, beginnt damit, nicht nur allgemein ein Spiel zu finden, das ihr – warum auch immer – mögt, sondern eines, das euren Fähigkeiten am besten entspricht. Der eine kann schneller rätseln, der andere hat viel flinkere Reaktionen, der dritte ist grandios bei Wimmelbild-Spielen. Dafür gibt es ja schließlich so viele verschiedene Genres und innerhalb dieser zahlreiche Games.

Nutzt bei euren Lieblings-Games unbedingt Tutorials und Anleitungen

Es gibt Spiele, bei denen darf man annehmen, dass sie deshalb selbsterklärend sind, weil sie einfach nur die digitale Umsetzung eines schon seit vielen Jahren bekannten analogen (Brett-)Spiels sind – etwa Backgammon. Dann gibt es jedoch kostenlose Spiele, die ein völlig neues Prinzip beinhalten, andere Spielmechaniken. Games also, die wirklich neu, unbekannt und vor allem komplex sind.

Wenn ihr bei solchen Games nicht die Gelegenheit wahrnehmt, erklärende Videos anzuschauen und vielleicht sogar die Tutorials überspringt und Einblendungen wegklickt, macht ihr langfristig wahrscheinlich einen Fehler. Klar, vieles darin sind wirklich nur Themen für Anfänger. Aber es wird euch eben auch rundherum gezeigt, wie man es „richtig“ macht – dass so manche Kniffe dabei verraten werden, kommt noch hinzu.

Ergo: Seht zu, lest euch gut durch und macht mit – bei allem, was die Spiele-Designer euch als Hilfestellung mitgeben. Wer sich für sowas zu gut hält, der legt tatsächlich einen Grundstein dafür, nicht so gut zu werden, wie es möglich wäre. Übrigens gilt dies ebenso für Tutorials, die von Streamern erstellt werden.

Tauscht euch immer wieder mit anderen aus

In vielen Games sind andere Menschen für euch erst einmal nur Gegner – wenigstens in den Rankings. Allerdings solltet ihr niemals vergessen, dass es sich dabei ebenso um Menschen handelt, die genau dieses Spiel ebenfalls lieben – und es vielleicht besser oder anders beherrschen als ihr.

Aus dieser Denkweise heraus solltet ihr es euch angewöhnen, diese Menschen nicht einfach nur als Gegner zu sehen, denen ihr durch eure Leistungen im Spiel überlegen sein wollt. Nutzt sie vielmehr, um deren Wissen abzuschöpfen und euch gegenseitig auszutauschen. Dabei solltet ihr jedoch versuchen, euch spiele- oder wenigstens Genre-spezifisch zu verhalten.

Das heißt, spezialisierte Sites aufzusuchen. Ihr spielt gerne Casino- oder vergleichbare Spiele? Dann gibt es dafür natürlich eigene Community-orientierte Anlaufstellen für solchen Austausch. Ähnlich sieht es beispielsweise aus, wenn ihr gerne MMOs und vergleichbare Spiele mögt. Auch dafür gibt es eigene Portale von und für Spieler. Scheut euch hier nie, sehr spezifisch zu sein und selbst bei sehr „nischigen“ Games nach sowas zu suchen. Besser geht es nicht. Denn hier könnt ihr direkt mit denjenigen sprechen, die euch sonst nur als Kontrahenten begegnen.

Dass ihr diesen Unterschied machen könnt zwischen Gegner einerseits und Mitspieler andererseits, leitet zudem auf etwas anderes über:

Lernt, eure Emotionen zu beherrschen

Ihr spielt seit Stunden, bekommt aber ein Rätsel nicht geknackt. Ihr wendet all eure Tricks an, aber euer Gegner ist einfach schneller und gewinnt Runde um Runde. Es sind solche Momente, die jedem Spiel eine negative Emotionalität verleihen. Das Problem daran: Wenn wir in dieser Form wütend werden, dann entgleitet uns die Kontrolle über unsere Handlungen.

Das muss nicht schwerwiegend sein, kann sogar nur in Nuancen geschehen. Wenn ihr spielt, resultiert es jedoch immer darin, dass ihr für den Moment noch schlechter spielt, als ihr es ohnehin schon tut. Die Gefahr, einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale, erkennt ihr vielleicht: Ihr ärgert euch, weil ihr verliert, spielt dadurch schlechter, weshalb ihr euch noch mehr ärgert.

Beim Gaming liegt die große Kunst darin, seine Emotionen unter Kontrolle zu halten – dahinter steckt sehr viel Psychologie und natürlich Selbstdisziplin. Der Lohn ist jedoch, dass ihr ein insgesamt ausgeglichenerer Spieler werdet und vor allem wesentlich einfacher eure Fehler erkennt und aus ihnen lernen könnt.

Spielt euer Game auf dem bestmöglichen Equipment

Einmal angenommen, ihr wolltet ein Rennspiel auf einem Tablet spielen. Nur ist das auf die Dauer vielleicht zu schwer, außerdem sind die virtuellen Tasten vielleicht nicht sonderlich gut. In solchen und ähnlichen Fällen könntet ihr spielen, bis sprichwörtlich eure Daumen wund sind und würdet trotzdem nicht euer Leistungsmaximum erzielen. Dafür würde der Frustfaktor beträchtlich steigen.

Es gibt im Gaming eine eiserne Regel: Um ein wirklich guter Spieler zu sein, müsst ihr sämtliche Fehlerquellen entfernen. Technische Fehlerquellen lassen sich davon am einfachsten beseitigen.

Ganz gleich, ob es ein anderes Gerät ist, eine fixere Internetverbindung, eine bequemere Sitzposition, besseres Licht oder sogar eine Brille – egal, was genau: Wenn es euer Spiel hemmt, solltet ihr es abschalten beziehungsweise verbessern, bevor ihr euch der Optimierung eurer eigentlichen spielerischen Fähigkeiten widmet.

Lernt aus euren Fehlern und den Tricks eurer Gegner

Quer über dem Bildschirm steht ein ärgerlich rotes „GAME OVER“. Ihr habt verloren und dafür gab es einen guten Grund: Entweder habt ihr Fehler gemacht oder euer Gegner hatte die besseren Tricks oder Strategien.

In beiden Fällen muss dies aber nur eine Momentaufnahme sein. Ein schlechter Gamer zuckt nach einer verlorenen Runde nur mit den Schultern und startet neu. Ein guter Gamer nimmt sich jedoch die Zeit, hält kurz inne, und überlegt:

  • Welche Fehler habe ich begannen?
  • Was muss ich tun, damit mir diese Fehler nicht nochmal passieren?
  • Hat mein Gegner meine Fehler ausnutzen können?
  • Welche Strategie konnte er anwenden, um mich zu besiegen, selbst wenn ich keine offensichtlichen Fehler begangen habe?

Das mag vielleicht komplex wirken. Tatsächlich ist es jedoch das, was echte Profi-Gamer nach jedem Training, nach jedem Match sehr umfangreich tun. Sie analysieren ihr Spiel und das des Gegners, ziehen daraus so viele Informationen wie nur möglich – übrigens völlig gleich, ob sie gewonnen oder verloren haben. 

Falls euch das im Spiel nicht möglich ist, dann könnt ihr euch selbst für mobile Spiele Apps installieren, die das ganze Match aufzeichnen, sodass ihr es als Replay betrachten könnt – bei manchen Android-Geräten geht das sogar mit Bordmitteln, bei iOS-Geräten von Apple funktioniert es ebenfalls. Wenn man nicht selbst an den Knöpfen sitzt, sondern sich auf diese Weise über die Schulter schaut, erkennt man viele Dinge, die einem sonst nicht auffallen. 

Zögert zudem nicht, euch solche Sachen zu notieren. Gern auch in Form regelrechter „Gegnerprofile“, falls ihr öfters gegen dieselben Leute antretet. Solches Wissen macht sich auf dem Weg zum Gaming-Gipfel immer bezahlt.