Soft Skills trainieren mit Gaming

Während Spiele lange nur als simpler Zeitvertreib galten, ist heute bereits wissenschaftlich erwiesen, dass dabei verschiedene Fähigkeiten trainiert werden können. Spieler haben oftmals eine bessere Konzentrationsfähigkeit oder fördern durch ihr Hobby ihre Hand-Augen-Koordination. Aber nicht nur das: Tatsächlich können mit Video- und Online-Spielen auch zahlreiche Soft Skills gelernt werden, die in vielen Bereichen des Alltags Anwendung finden. Wir sehen uns die Vorteile von Gaming auf die eigenen Soft Skills einmal genauer an!

Was sind Soft Skills?

Unter Soft Skills versteht man Fähigkeiten, die überfachlich sind und damit nicht nur in einem Berufsfeld oder bei einer Tätigkeit benötigt werden. Viele Soft Skills erlernen Menschen ganz von selbst durch ihren Alltag und können je nach Veranlagung und Beschäftigung mit einem bestimmten Thema stärker oder schwächer ausgeprägt sein.

So zählen zu Soft Skills z. B. soziale Fertigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen, aber auch Organisationstalent oder eine strukturierte Arbeitsweise. Obwohl es sich oftmals so anfühlt, als würden Soft Skills ganz von alleine erlernt werden, steckt viel Arbeit hinter diesen Fähigkeiten.

Wer eine Schwäche in gewissen Bereichen bei sich feststellt, kann diese sogar durch Coachings und Ratgeber verbessern und sich damit auf dem Arbeitsmarkt attraktiver machen. Zusätzlich werden Soft Skills auch im privaten Umfeld benötigt und sorgen für bessere, erfüllende Beziehungen und Freundschaften.

Dazu haben Menschen mit ausgeprägten Soft Skills mehr Erfolgsmomente in ihrem Alltag, wodurch das eigene Selbstbewusstsein aufgewertet wird. Hard Skills werden im Vergleich dazu gelernt, etwa im Studium oder in der Ausbildung.

Gaming für die Entwicklung von Soft Skills

Das Training von Soft Skills ist zwar Arbeit, diese muss sich allerdings nicht so anfühlen. Gelernt können zahlreiche dieser Fähigkeiten nämlich auch beim Gamen werden. Online Games und Videospiele haben einen großen Lerneffekt und fordern das Gehirn immer wieder auf, sich an neue Umgebungen zu gewöhnen und schwierige Aufgaben zu meistern.

Soft 2

Wer bereits zum fünften Mal gegen einen schwierigen Endgegner antreten muss, erlangt Durchhaltevermögen und muss sich eine effektive Strategie zurechtlegen, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Auf spielerische Weise werden so immer wieder neue Wege ausgetestet, um an das gewünschte Ziel zu gelangen. Dabei lernt das Gehirn laufend dazu.

Besonders Strategiespiele haben einen großen Lerneffekt und fordern Spieler dazu auf, effizient und organisiert zu handeln. Wer keinen Plan verfolgt, wird schnell in Schwierigkeiten geraten. Soziale Fähigkeiten werden außerdem in Multiplayer-Games gefestigt. In Teams müssen alle zusammenarbeiten und laufend kommunizieren, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Nur wenn die Talente der einzelnen User ideal eingesetzt werden, kommt das bestmögliche Ergebnis heraus.

Anders sieht das beim Pokerspiel aus: Hier spielen die Teilnehmer am virtuellen Tisch nämlich gegeneinander. Statt einer klaren Kommunikation ist also Bluffen erlaubt, gleichzeitig muss die Spielweise der anderen Mitspieler laufend analysiert werden. Im virtuellen Raum ist zwar kein Pokerface gefragt, trotzdem müssen sich die Teilnehmer bedeckt halten und können durch ihr aggressives oder zurückhaltendes Spiel Informationen über ihr Blatt preisgeben.     

Gaming ist weit mehr als nur ein simpler Zeitvertreib. Es soll z. B. die Produktivität und Kreativität anregen, kann soziale Fähigkeiten steigern und das strategische Denken verbessern. Damit gibt es genug Gründe, um sich zwischendurch die ein oder andere Runde im Lieblingsspiel zu gönnen!