Kostenlose Spiele – Welche Arten gibt es?

Für Gamer ist es ein absoluter Traum: Auf eine Vielzahl von Spielen zugreifen, ohne einen einzigen Cent dafür auszugeben. Das ist vor allem bei Browsergames und Spielen im Google Play Store möglich, die zum kostenlosen Spielen angeboten werden. Aber sind Freemium-Games und andere Modelle tatsächlich kostenlos oder muss man dafür früher oder später trotzdem Geld ausgeben? Wir sehen uns unterschiedliche Spielarten einmal genauer an und beantworten die Frage: Welche Spiele sind tatsächlich kostenlos?

Bonusangebote und Testmöglichkeiten

Einige Spiele werden grundsätzlich kostenpflichtig angeboten, können aber für einen begrenzten Zeitraum oder zu bestimmten Teilen kostenlos genutzt werden, um Spielern einen ersten Blick zu gewähren. Haben potenzielle Kunden ein Game erst einmal ausprobiert und für gut empfunden, steigen die Chancen, dass sie auch bereit dazu sind, dafür Geld auszugeben.

Dabei müssen allerdings die Umsatzbedingungen der Anbieter genau studiert werden, denn meist lassen sich Gewinne durch Freispiele oder mit kostenlosem Guthaben erst nach einer gewissen Anzahl an Spielrunden auszahlen. Gespielt werden können die Slots und Tischspiele im Browser oder in passenden Apps, die von einigen Plattformen zur Verfügung gestellt werden.

Freemium Games: Ist das wirklich kostenlos?

Das Freemium oder „Free-to-play”-Modell wird immer wieder heiß diskutiert. Viele Spiele werden als kostenlos deklariert, allerdings werden im Laufe der Zeit verschiedene Kaufangebote gemacht, die den Spaß erhöhen, die Geschichte vorantreiben oder sogar die eigenen Chancen auf den Sieg steigern sollen.

Das Wort Freemium setzt sich aus den Begriffen „Free“ und „Premium“ zusammen und erklärt das Geschäftsmodell relativ simpel. Dabei werden Teile eines Spiels oder Programms kostenlos angeboten, es gibt jedoch auch eine Premiumversion oder zusätzliche Inhalte, die kostenpflichtig erworben werden können.

Bei Spielen können solche kostenpflichtigen Elemente beispielsweise neue Leben, Waffen und Ausrüstungsgegenstände oder gesperrte Levels sein. Viele Online Spiele mit PvP-Gefechten werden dafür kritisiert, ihren zahlenden Spielern einen Vorteil zu verschaffen.

Deshalb setzen große Titel wie League of Legends: Wild Rift mittlerweile meist nur auf „kosmetische Veränderungen“, also Skins oder optische Verschönerungen der Champions, bieten in den Online-Shops allerdings keine stärkeren Waffen oder neue Skills an, mit denen zahlende Spieler automatisch besser werden. Bei anderen Games werden In-App-Käufe allerdings so stark eingesetzt, dass der Spielfluss völlig durchbrochen wird. Ein Beispiel dafür ist das Spiel Choices: Stories You Play, in dem User verschiedene spannende Geschichten erleben können. Dabei müssen sie Entscheidungen treffen und damit die Handlung beeinflussen.

Allerdings stehen Nutzern der kostenlosen Version nur so wenige Entscheidungen zur Verfügung, bevor sie wieder einen langen Zeitraum abwarten müssen, dass sich das Spiel ohne Premium-Inhalte nur wenigen Minuten lang spielen lässt und es kaum möglich ist, tief in das Handlungsgeschehen einzutauchen. Hier könnte man also argumentieren, dass das Spiel nicht wirklich kostenlos ist, sondern eine kurze Demoversion bereitgestellt wurde.

Wann sind Spiele wirklich kostenlos? Diese Frage stellen sich viele User, bevor sie eine App herunterladen oder ein neues Spiel im Browser wählen. Oft ist das heute nicht mehr ganz so einfach zu beantworten, denn es gibt viele Konzepte, die zumindest teilweise mit Kosten verbunden sind.

Wichtig ist dabei natürlich, dass der Spieler immer informiert wird, bevor er einen kostenpflichtigen Teil eines Games in Anspruch nimmt. Wer keinen einzigen Euro für sein Hobby ausgeben möchte, kann hingegen auf Titel setzen, die sich durch Werbung finanzieren.