Prisma macht euch einfach noch schöner

Durch Zufall bin ich vorhin wieder auf die App Prisma gestoßen, die vor zwei Jahren für viel Furore gesorgt hat. Prisma ist keine Spiele-App, sondern eine Foto-Gemälde-App. Hunderttausende Facebook-und Instagram-Nutzer haben plötzlich Profilbilder die aussehen wie Kunstwerke oder teilen ihre Urlaubsfotos im Stile von van Gogh oder Piet Mondrian & Co. Witzigerweise wurde die App jetzt wieder verbessert.

Und so funktioniert Prisma: Ohne Vorkenntnisse und mit minimalem Aufwand werden aus euren Schnappschüssen ästhetische Bilder. Bis dato benötigte man dafür  eine teure Software wie beispielsweise Photoshop. Jetzt kann man mit einem Wisch unterschiedliche Filter setzen, die so schöne Namen tragen wie Udnie, Robots, Mondroan, Flame Flower, Heisenberg oder Roy.

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Auch wenn der Vergleich naheliegt: Prisma ist keine Instagram-Alternative. Die App verwandelt Fotos in Gemälde, denen mancher Nutzer einen künstlerischen Anspruch attestiert.Prisma

Was Prisma von anderen Apps unterscheidet, ist die künstliche Intelligenz. Anstatt einfach nur einen statischen Filter über das Foto zu legen, zeichnet oder malt ein Algorithmus das Bild komplett neu. Deshalb lädt die App jedes Foto auf die Server des Anbieters, wo es von Hochleistungsrechnern in der Cloud bearbeitet wird. Und hier könnten die ersten Datenschützer bereits aufschreien – was sie auch tun. Hier erhaltet ihr die Android-Version.

Wichtig: Prisma nimmt sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen das Recht heraus, die Fotos der Anwender (also eure) auch an verschiedene Unternehmen weiterleiten zu können. Das bedeutet, dass ihr vermutlich vermehrt Werbung erhalten werdet, wenn ihr Prisma nutzt. Aber es geht noch einen (krassen) Schritt weiter. Denn zusätzlich sichert sich Prisma eine weltweite Lizenz, um eure Bilder nutzen zu dürfen. Wie lange diese Nutzungsrechte gespeichert werden und was letztendlich mit den Bildern geschieht, ist unklar. Die iOS-Version der App gibt es hier.

Geld verdienen wollen die Macher der App demnächst mit Werbung. Aber wer die App bereits heruntergeladen hat, wird sicherlich bei dem Impressionisten-Filter das Palmolive-Logo erkannt haben. In naher Zukunft sollte jeder Filter ein Werbe-Icon erhalten.  Wer es wissen will:  Zu den Investoren gehört die „Mail.ru“-Gruppe, die auch das russischsprachige soziale Netzwerk „VKontakte“ betreibt und Anteile an Facebook hält.

Prisma
Ich glaube, ich sollte mal wieder zum Friseur…

Die App macht leider süchtig

Ganz korrekt ist es auch nicht, dass die AGBs nur auf Englisch verfügbar sind. Ich kenne da ganz andere Ansagen. Ein Tipp: Wer auf seinem neu geschaffenen Profilbild kein Prisma-Logo sehen will, sollte das Foto speichern. Und dann in der Galerie öffnen, auf „Bearbeiten“ klicken und es als quadratisches Bild neu schneiden. Und es vorher so weit nach oben schieben, dass das Logo verschwindet.

Die Features der App Prisma

  • Viele unterschiedliche Filter
  • Kostenlos anwendbar
  • Kann direkt aus der App als Profilbild benutzt werden
  • unendlich viele Fotos möglich

Fazit: Wer sich nicht um die AGBs schert, wird bei dieser App voll auf seine Kosten kommen. Denn das Resultat, das Prisma liefert, ist sehr schön anzusehen. Wer spielen will, findet hier mehr als 2800 Spiele-Apps für iOS und Android.