Verbraucherzentrale mahnt My Talking Angela ab

Das war klar, dass das irgendwann passiert! Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat jetzt das an sich kostenlose Spiel My Talking Angela von Outfit7 Limited abgemahnt. Der Grund: Die Zentrale beanstandet die hohen Beträge von mehr als 100 Euro für im Spiel kaufbare Items. Zudem sei die Werbung im beliebten Spiel extrem aufdringlich.

In My Talking Angela würden die zumeist jüngeren SpielerInnen durch Pop-up-Werbung fortwährend aufgefordert, In-App-Käufe zu tätigen und für virtuelle Spielewährung mit echtem Geld (sogenannten In-App-Käufen) bezahlen.

My Talking Angela abgemahnt

Die Werbeclaims in der App lauten „Super-Rabatt“ und versprechen kontinuierlich hohe Preisnachlässen, sodass die UserInnen durch derartige direkte Ansprachen unvermittelt zum Kauf bewegt werden sollen, ohne das Angebot kritisch beurteilen zu können – so der „Marktwächter Digitale Welt“ der Verbraucherzentrale.

Es gibt eine einfache Möglichkeit, ungewollte Käufe zu verhindern: Setzt einfach ein Passwort vor den Bezahlvorgang im jeweiligen App-Store.

Bei Android funktioniert das so

Einstellungen > Play-Store > Menü (drei Striche oben
links) > Einstellungen > Authentifizierung für Käufe erforderlich

Bei iOS geht ihr zu

Einstellungen > Euer Name > iTunes & App Store > Passworteinstellungen > Häkchen setzen bei „Immer erforderlich“

Wozu werden In-App-Käufe im Spiel benötigt?

My Talking Angela abgemahnt
Viele SpielerInnen wollen eine individuelle Katze und geben viel Geld aus

Wie bei jedem anderen virtuellen Haustier auch (wie Pou, My Boo oder Moy) können Spieler in My Talking Angela das eiguene Kätzchen täglich bespaßen. Dafür erhält man virtuelle Münzen geschenkt, die aber meistens nicht ausreichen, um seinen Stubentiger 24/7 zu versorgen.

Es gibt leider viele weitere Anbieter, die die User massiv mit Werbung überhäufen und zu Käufen animieren. Erwachsene können das schnell und gut beurteilen, Kinder leider (meistens nicht). Solltet ihr ein Kleinkind in eurem Haushalt haben, sprecht mit ihr/ihm über potenzielle Gefahren. Weitere Spiele-News erhaltet ihr hier.

Wer spielen möchte, findet hier mehr als 2800 weiterer Spiele-Apps, die alle kostenlos angeboten werden. Achtet aber IMMER auf optionale In-App-Käufe (ich weise aber schon seit Jahren in jedem Artikel darauf hin).