Line

Das ist eine echte Konkurrenz für Whatsapp! Von NAVER Japan Corporation gibt es mit „Line“ eine App, mit der alle (!) kostenlos chatten, SMS verschicken und telefonieren können. Und Spiele sind auch noch kostenlos im Angebot dabei!

Erhältlich_im_AppStore-300x103Und das ist „Line“: Mittlerweile nutzen weltweit mehr als 260 Millionen Menschen „Line“ und ich bin gestern nur durch Zufall auf diese App gestoßen – und ich freue mich wie Bolle darüber, denn mit „Line“ kann google_buttoman nicht nur kostenlos (wie bei Whatsapp) Nachrichten verschicken, sondern auch kostenlos telefonieren – und das weltweit. Zusätzlich gibt es eine Timeline (ähnlich wie bei Facebook), die line3minimalitsich, praktikabel und übersichtlich ist. Ganz niedlich sind die Sticker, die man verschicken kann. Im Angebot der App gibt es zudem noch viele kostenlose Spiele, die man sich herunterladen kann (mehrheitlich sind das Puzzle-Spiele). Ihr fragt euch, wie die Japaner dieses Angebot anbieten können? Ganz klar durch Werbung und durch Sticker-Zukäufen, denn neben den vielen und lustigen Comic-Stickern gibt es noch viele weitere (wie die Peanuts, die man sich für 1,79 Euro hinzukaufen kann).
Aber was ist „Line“ genau und wie funktioniert es? „Line“ bietet einige line2Funktionen, die WhatsApp fehlen. Dazu gehört die Video-Telefonie, eine Art Newsfeed (die bereits angesprochene Timeline) wie bei Facebook, Spiele und auch eine Desktop-Version. Neben den üblichen Chats und Gruppenchats besitzt „Line“ anders als WhatsApp  eine integrierte VoIP-Funktion. Kontakte können per mobiler Datenverbindung oder WLAN aus der App heraus kostenlos angerufen werden. Wer über „Line“ ein Telefongespräch führt, braucht dazu nur eine Internetverbindung. line1Wenn man mit dem Smartphone nicht in ein WLAN-Netzwerk eingewählt ist, erfolgt die Verbindung über das Netz des eigenen Mobilfunk-Anbieters. User, die monatlich nur über ein bestimmtes Datenvolumen von 300MB oder 500MB verfügen, können die App natürlich auch nutzen, aber stundenlangen Telefongesprächen (die natürlich möglich sind) würde ich abraten, weil bei ca. 30 Stundengesprächen das Freivolumen (bald) aufgebraucht sein könnte. Für einen kleinen Plausch und kurze Gespräche lohnt sich „Line“ für alle, die kein Telefonie-Freivolumen haben.
Bei „Line“ ist man nicht gewzungen, seine Mobilfunknummer mit der App zu verknüpfen. Wer möchte, kann seine fbHandynummer angeben, um leichter von Freunden gefunden zu werden. Es ist jedoch anders als bei WhatsApp nicht Voraussetzung, um die App überhaupt verwenden zu dürfen. Wer sich registriert, line4erhält binnen weniger Sekunden einen vierstelligen Freischaltcode, der das eigene Handy für „Line“ authorisiert.
Total schräg: Befindet man sich ummittelbar neben der Person, über die man mit „Line“ in Kontakt treten möchte, bietet sich das “Shake”-Feature an. Hier reicht es völlig aus. wenn beide Personen ihr Smartphone einfach schütteln. Via Standortbestimmung erlaubt „Line“ dann die direkte Verknüpfung ohne manuelle Eingabe des Benutzernamens. Eine Differenzierung von WhatsApp erreicht Line auch bei der Plattformverfügbarkeit. Neben Apps für iPhone, Android, Windows Phone und BlackBerry steht eine Desktop-Anwendung für Windows, Windows 8 sowie Mac OS X zur Verfügung. Einziges Manko: „Line“ hat dasselbe Problem wie Whatsapp, denn um „Line“ nutzen zu können, müssen die Freunde auch „Line“ installiert haben. Das bedeutet, man kann nicht einfach jemanden aus seinen normalen Kontakten anrufen – der andere muss genauso „Line“ nutzen. Aber das ist auch schon das einzige Problem.

Fazit: Ich bin begeistert und nutze es seit gestern. Mal sehen, wie viele Fans diese App in Deutschland gewinnen wird. “Aktuell gewinnen wir jeden Tag 1,5 Millionen neue Nutzer weltweit”, so die für das internationale Geschäft zuständige Line-Managerin Sunny Kim. Und wann seid ihr dabei?